Änderung des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Regierungskommission hat Mitte Mai eine Modifikation des Deutschen Corporate Governance Kodex für inländische Aktiengesellschaften besiegelt.

Um eine größere Akzeptanz des Kodex zu erreichen, setze man auf eine neue Form der Mitwirkung. Die Kommission rief dazu auf, Anmerkungen zur ersten Publikation des Änderungsvorschlages zu machen. Über 70 Kommentare von Aktiengesellschaften, Verbänden, Juristen und Rechtswissenschaftlern gingen in Folge des Aufrufs ein. Einige von ihnen flossen in die Endversion der Änderung mit ein.

Dem oft gestellten Anspruch, eine deutliche Kürzung des Kodex vorzunehmen, wurde seitens der Kommission nicht entsprochen. Die wesentlichste betreffen die Vergütung des Aufsichtsrats und die Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern.

Bislang war es Usus, dass Mitglieder des Aufsichtsrates nebst Festvergütung einen erfolgsabhängigen Lohn on top bekommen. Eine Empfehlung, dass diese Art der Vergütung im Sinne des Kodex ist, wird nicht mehr gegeben, sondern eine neutrale Haltung bevorzugt. Schließlich könne der Lohn im Erfolgsfall den Aufsichtsrat zu weniger langfristigen Denken im Sinne der Firma verführen.

Weiterhin gibt es zukünftig das Ziel die Transparenz zu erhöhen. „So soll der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der Kandidaten zum Unternehmen, den Gesellschaftsorganen und wesentlichen Aktionären offenlegen“, heißt es in abgewandelten Deutschen Corporate Kodex.