Archiv für den Monat: Juni 2013

Wulf von Schimmelmann bleibt Aufsichtsratsvorsitzender Deutschen Post AG

Auf der Hauptversammlung der Deutschen Post AG am vergangenen Mittwoch in Frankfurt am Main herrschte große Einigkeit unter den Aktionären. Mit 99,94 Prozent wurde dem Beschlussvorschlag stattgegeben, eine Dividende von 70 Cent pro Aktie an inländische Anteilseigner auszuschütten. Auch der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten annähernd 100 Prozent des anwesenden Kapitals zu.

Mit der Arbeit des Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Post AG, Prof. Wulf von Schimmelmann, waren die Aktionäre offensichtlich auch zufrieden und gaben ihm zu gut 90 Prozent wiederholt das Vertrauen. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die Hauptversammlung wurde er erneut zum Vorsitzenden gewählt und leitet das Kontrollgremium das weltgrößten Post- und Logistikkonzerns zunächst bis 2018 weiter. Schimmelmann war von 1999 bis 2007 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG. Während seiner Amtszeit entwickelte sich die Postbank zur führenden Retailbank Deutschlands und zu einem erfolgreichen DAX-Unternehmen. Obwohl sein Vertrag noch bis 2008 lief, trat er ein Jahr vorher von seinem Vorstandsmandat zurück. 2009 zog er als Chefaufseher wieder ins Unternehmen ein. Er ist außerdem im Board bzw. Aufsichtsrat von Accenture, der Tchibo-Holding und Thomson Reuters vertreten.

Die Vergütung der Post-Aufseher wird zukünftig auf eine reine Festvergütung umgestellt. Der Konzern folgt mit diesem Beschluss, der ebenfalls auf der Aktionärsversammlung abgesegnet wurde, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser schließt allerdings erfolgsabhängige Vergütungen nicht komplett aus, sondern empfiehlt nur bei Wahl einer solchen Vergütungsstruktur die Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung.