Regine Stachelhaus übernimmt Aufsichtsratsmandat bei Systemhaus Computacenter

Von ihrem Vorstandsposten beim Energiekonzern E.ON, den sie zum 30. Juni dieses Jahr aus persönlichen Gründen niedergelegt hat, ist Regine Stachelhaus nahtlos in den Aufsichtsrat des Systemhauses Computacenter gewechselt. Der IT-Dienstleister holt sich damit eine der erfolgreichsten deutschen Managerinnen in sein Kontrollgremium. Ein großes Plus: Sie bringt Branchen-Know-how mit. Der häufig aufflammenden Diskussion, dass deutsche Aufsichtsräte zu wenig Fachkompetenz mitbringen, ist damit schon mal vorgebeugt.

Man könnte es als eine Art Rückkehr in die IT-Branche bezeichnen. Denn bevor Regine Stachelhaus zu Unicef und dann zu E.ON wechselte, war sie viele Jahre bei Hewlett-Packard tätig. Das 1939 gegründete Unternehmen gehört zu den umsatzstärksten in der IT-Branche und war die erste Technologierfirma im Sillicon Valley. Nach 14 Jahren in einem solchen Unternehmen kann man ihr wohl umfassende Branchenkenntnis bestätigen. Und in ihrer Zeit als Deutschlandchefin von HP hat sie bereits eng mit Computacenter zusammengearbeitet. Sie kennt Deutschlands größtes Systemhaus also schon seit Langem. Bei E.ON war die studierte Juristin als Personalvorstand tätig, betreute aber auch die Bereiche Recht und Compliance, Konzerneinkauf, Immobilien-Management sowie IT und Beratung.

Als Regine Stachelhaus 2010 in den E.ON Vorstand einzog, war sie eine von 3 Frauen, die es bis dahin an die Spitze eines DAX 30 Konzerns geschafft hatte. Anfang dieses Jahres waren es immerhin schon 15. Sie selbst lehnt eine Frauen-Quote ab, da sie sie für kontraproduktiv hält. Sie favorisiert ein „organisches“ Vorgehen.

Gleichzeitig mit dem Einzug der neuen Aufsichtsrätin verlässt Computacenter-Chef Oliver Tuszik das Unternehmen und wechselt zu Cisco, einem der größten Lieferanten von Computercenter.