Archiv für den Monat: Februar 2014

Zur Erfüllung der Quote fehlen 99 Aufsichtsrätinnen

Auf die börsennotierten Unternehmen kommt eine schwierige Aufgabe zu: zur Erfüllung der Frauenquote, die ab 2016 umgesetzt werden soll, fehlen in insgesamt 77 Dax-Unternehmen genau 99 Frauen. Um in vier Jahren den Frauenanteil auf der Aktionärsseite auf 30 Prozent zu erhöhen, müssen also 99 qualifizierte Frauen gefunden werden – und die Herren müssen Platz machen.

Eine Studie der Personalberatung Kienbaum hat gezeigt, dass die von der Frauenquote betroffenen Unternehmen  – börsennotiert und mehr als 2000 Mitarbeiter – bis 2020 für ihre Kontrollgremien 99 qualifizierte Frauen benötigen, die bereit sind, einen oder mehrere Mandate zu übernehmen. Nur so können sie die vorgeschriebene Quote von 30 Prozent erfüllen. Geht man davon aus, dass Mehrfachmandate die Regel sind, reduziert sich der Personalbedarf möglicherweise um ein Drittel. Dennoch stehen die Nominierungsausschüsse der Aufsichtsgremien vor einer großen Herausforderung. Weiterlesen

Mehr Frauen für die Tech-Branche

Cristina Stenbeck gilt als eine der einflussreichsten Geschäftsfrauen Schwedens. (Quelle: Kinnevik)

Cristina Stenbeck gilt als eine der einflussreichsten Geschäftsfrauen Schwedens. (Quelle: Kinnevik)

Was manchen DAX-Konzernen noch immer schwer fällt, funktioniert in jüngeren Unternehmen offensichtlich besser: Frauen in den Aufsichtsrat berufen oder am besten gleich zur Chefin machen. So soll die einflussreiche schwedische Geschäftsfrau Christina Stenbeck Vorsitzende des Aufsichtsrates von Zalando werden. Sie ist Aufsichtsratsvorsitzende der Kinnevik-Holding, dem größten Anteilseigner von Zalando. Aber auch bei Traditionsunternehmen wie Conrad Elektronik scheint sich ein Wandel zu vollziehen. Seit Jahresbeginn sitzt dort die gerade mal 26 Jahre alte Berliner Startup-Gründerin Lea-Sophie Cramer im Verwaltungsrat. Weiterlesen