Mehr Frauen für die Tech-Branche

Cristina Stenbeck gilt als eine der einflussreichsten Geschäftsfrauen Schwedens. (Quelle: Kinnevik)

Cristina Stenbeck gilt als eine der einflussreichsten Geschäftsfrauen Schwedens. (Quelle: Kinnevik)

Was manchen DAX-Konzernen noch immer schwer fällt, funktioniert in jüngeren Unternehmen offensichtlich besser: Frauen in den Aufsichtsrat berufen oder am besten gleich zur Chefin machen. So soll die einflussreiche schwedische Geschäftsfrau Christina Stenbeck Vorsitzende des Aufsichtsrates von Zalando werden. Sie ist Aufsichtsratsvorsitzende der Kinnevik-Holding, dem größten Anteilseigner von Zalando. Aber auch bei Traditionsunternehmen wie Conrad Elektronik scheint sich ein Wandel zu vollziehen. Seit Jahresbeginn sitzt dort die gerade mal 26 Jahre alte Berliner Startup-Gründerin Lea-Sophie Cramer im Verwaltungsrat.

Für Zalando wäre eine Frau als Chefkontrolleurin nichts Neues. Den noch sehr jungen Aufsichtsrat des Ende letzten Jahres in eine AG umgewandelten Unternehmens hatte bisher die CEO von Kinnevik, Mia Brunell Livfors, angeführt. Sie hat sich allerdings nun von beiden Posten zurückgezogen. Es spricht alles dafür, dass die 36jährige Christina Stenbeck den Posten übernimmt. Sie war es auch, die nach dem Tod ihres Vaters die Ausrichtung von Kinnevik mehr in Richtung Online gelenkt hat.

Eine Expertin im Bereich eCommerce ist auch Lea-Sophie Cramer, Gründerin von Amorelie, einem Online-Handel für Erotikspielzeug. Conrad verspricht sich mit der jungen Unternehmerin frischen Wind und mehr Expertise für das Online-Geschäft ins Haus zu holen. Lea-Sophie Cramer ersetzt den 59jährgen Josef Aschauer, der früher Finanzvorstand bei Conrad war. Man kann also getrost von einem Generationswechsel sprechen. Conrad möchte mit der Personalie auch ein deutliches Zeichen setzen, dass das Unternehmen an mehr Frauen im Management interessiert ist.