Mehr Frauen für den VW-Aufsichtsrat

Nach dem spontanen Ausscheiden des VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch und seiner Frau Ursula Piëch wurden die zwei Posten im Kontrollgremium des Autobauers schnell neu besetzt – und zwar mit zwei Frauen. Eine davon erst 34 Jahre alt.

Eine Frau ist gegangen, zwei sind gekommen. Damit konnte Volkswagen den Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 20 Prozent steigern und ist somit der Erfüllung der Geschlechterquote von 30 Prozent ein Stück näher gekommen.

Die bisher im Aufsichtsrat vertretenen weiblichen Mitglieder Annika Falkengren und Babette Fröhlich haben seit dem 30. April zwei Kolleginnen aus der Familie Piëch. Louise Kiesling und Julia Kuhn-Piëch verstärken das Gremium auf der Anteilseignerseite.

Nach den Querelen im Konzern, die letztendlich zu Piëchs Rücktritt gesorgt haben, war auch die Entscheidung für die Nachfolge des Aufseher-Ehepaares nicht ganz unproblematisch. Mit der Erklärung, es mangele an Erfahrung, sperrte sich Ferdinand Piëch gegen die Personalien – beides Nichten von ihm. Die 57jährige Kiesling hat unter anderem Automobildesign studiert und ist Geschäftsführerin mehrerer Unternehmen. Julia Kuhn-Piëch, mit 34 Jahren ein ausgesprochen junges Aufsichtsratsmitglied, ist Immobilienkauffrau.