Der Ausschuss

Die Aufsichtsratarbeit ist komplex und facettenreich – und es wäre ineffizient, wenn jedes Mitglied jedes Thema mit bearbeiten müsste. Um die Effektivität zu steigern, werden daher fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, die Teilverantwortung für gewisse Arbeitsbereiche des Kontrollgremiums übernehmen. Je nach Kompetenz der Mitglieder kann so die Arbeit an Schwerpunktthemen besser verteilt werden. Die Vorsitzenden der entsprechenden Ausschüsse berichten dann über die Arbeitsergebnisse an den gesamten Aufsichtsrat, sodass alle Mitglieder informiert bleiben und eine fundierte Informationsgrundlage für wichtige Entscheidungen besteht. Beschlüsse obliegen nach wie vor dem Gesamtgremium, die Ausschüsse haben eine beratende Funktion für den Aufsichtsrat.

Aufsichtsrat fachlich qualifizierte Ausschüsse

Je größer ein Unternehmen, umso mehr Aufsichtsratsmitglieder hat es in der Regele und umso vielfältiger die Arbeitsgruppen, die gebildet werden. Unabhängig von der Anzahl der Kontrolleure sollte allerdings jeder Aufsichtsrat über die zwei wichtigsten Ausschüsse verfügen: Prüfungsausschuss und Nominierungsausschuss. Die Empfehlung zur Ausschussbildung, vor allem der beiden genannten, ist auch im Deutschen Corporate Governance Kodex festgehalten, der von der eigens dafür ins Leben gerufenen Regierungskommission erarbeitet wurde.

Ein Ausschuss sollte aus mindestens drei Mitgliedern bestehen, die über die erforderliche fachliche Qualifikation verfügen. Es ist sinnvoll, dass jedes Mitglied auch einem anderen Ausschuss angehört, um den Austausch zwischen den Ausschüssen und somit innerhalb des Aufsichtsrates zu erhöhen. Jeder Ausschuss ernennt einen Vorsitzenden.